Presseinformationen
Dies ist ein Service für Journalisten, Medienvertreter und alle, die sich schnell und bequem über die aktuellen Aktivitäten der JobCenter ARGE Dortmund informieren möchten.
Wenn Sie regelmäßig per E-Mail über unsere neuen Pressemitteilungen informiert werden möchten, dann schreiben Sie bitte eine E-Mail an: ARGE-Dortmund.Presse@arge-sgb2.de
JobCenterARGE zieht Bilanz: 2009 kein Krisenjahr in Dortmund
Dortmund - Die vielfach zitierte Krise im Jahr 2009 war keine Krise für die JobCenterARGE Dortmund: Diese positive Bilanz zieht ARGE-Chef Frank Neukirchen-Füsers für das Jahr 2009 und sieht gleichermaßen zurück auf fünf Jahre Arbeitslosengeld II in Dortmund.
„Die Arbeitslosenquote im Rechtskreis Sozialgesetzbuch II lag im Jahresdurchschnitt bei 10,3%, das ist der seit 2006 niedrigste Wert" so Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer der JobCenterARGE Dortmund. „Durchschnittlich waren im Bereich der ARGE im Jahr 2009 29.362 Menschen arbeitslos. Dies ist der niedrigste Wert seit Gründung der ARGE im Jahr 2005. Es zeigt, die düsteren Prognosen sind in Dortmund nicht eingetreten."
Stadtdirektor und Sozialdezernent Siegfried Pogadl zieht ebenfalls eine positive Bilanz, insbesondere unter die Zusammenarbeit zwischen Stadt Dortmund und Agentur für Arbeit: „In der JobCenterARGE Dortmund arbeiten Stadt Dortmund und Agentur für Arbeit sehr gut zusammen. Finanziell wie personell unterstützt die Stadt Dortmund diese Arbeit. Zum einen mit 382 städtischen Mitarbeitern in der ARGE, zum anderen mit rd. 15 Millionen EURO monatlich an kommunalen Leistungen für Unterkunft und Heizung und Beihilfen."
Für Stefan Kulozik, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, steht insbesondere die Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit im Vordergrund: „Den traurigen Höhepunkt erreichte Zahl der Langzeitarbeitslosen in Dortmund im Februar 2006 mit 25.125. Im Dezember 2009 betrug ihre Zahl 13.906. Dies ist ein Rückgang um 11.219 Personen oder fast 45%. Insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit hat die deutlichsten negativen Auswirkungen auf die Betroffenen und ihre Familien. Diese Zahl in einem wirtschaftlich nicht immer einfachen Umfeld zu senken ist ein Verdienst der guten Zusammenarbeit aller Akteure in Dortmund. Dies hat viele positive Auswirkungen, für die Menschen aber auch den Wirtschaftsstandort Dortmund."
Fast alle Zielgruppen der ARGE profitierten 2009 vom Rückgang der Arbeitslosigkeit.
Schwerbehinderte: - 13,4%
Langzeitarbeitslose: - 12,3%
Ausländer: - 6,4%
Ältere: - 9,4%
Neukirchen-Füsers stellte mit der Jahresbilanz 2009 nicht nur die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres vor, sondern zog auch Bilanz zu fünf Jahren Arbeitslosengeld II in Dortmund. Der umfangreiche Bericht der ARGE geht daher nicht nur auf die Zielgruppen, sondern auch auf die einzelnen arbeitsmarktpolitischen Instrumente und die Organisation ARGE an sich ein.
„Der vorgelegte Bericht ist ein Gemeinschaftswerk vieler engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ihnen gilt an dieser Stelle mein Dank. Er zeigt die JobCenterARGE Dortmund auch von innen und stellt die Entwicklung über den gesamten Zeitraum 2005-2009 dar."
Umfassend werden die einzelnen Zielgruppen und ihre Entwicklung in den letzten fünf Jahren beleuchtet. Danach werden die arbeitsmarktpolitischen Instrumente erklärt. Das geht von Arbeitsgelegenheiten über die Förderung beruflicher Weiterbildung bis zum Förderprogramm JobPerspektive.
Im Jahr 2009 stand der JobCenterARGE Dortmund mit rd. 80 Millionen € das bislang größte Fördervolumen zur Verfügung. Entsprechend konnten auch die Ausgaben für das Förderprogramm JobPerspektive und z.B. die Förderung beruflicher Weiterbildung ausgedehnt werden. Allein für die Fortbildung von Arbeitslosen wurden im Jahr 2009 rd. 13 Millionen € ausgegeben. Dabei waren Bildungsziele im gewerblich-technischen und kaufmännischen Bereich am häufigsten gefragt.
Ein weiteres Kapitel widmet sich dem Service-Center. Hier laufen alle telefonischen Kundenanfragen an die JobCenterARGE Dortmund auf. Die Zahl der Gespräche wurde von 189.982 im Jahr 2008 auf 215.146 im Jahr 2009 gesteigert. Gleichzeitig konnten auch mehr Anliegen direkt telefonisch geklärt werden. 2009 waren dies rd. 80%, in 2008 rd. 74%.
Das hauseigene Trainernetzwerk wurde noch im Jahr 2009 weiter ausgebaut und startete drei weitere Trainerfortbildungen, die im Jahr 2010 abgeschlossen wurden. Mittlerweile verfügt die ARGE über ein Trainernetzwerk von 91 zertifizierten Trainern, die mit Themen im Leistungsrecht, der Arbeitsvermittlung und Kommunikation für kontinuierliche Personalentwicklung sorgen. Das Angebot steht auch anderen ARGEN zur Verfügung und die hier entwickelten Konzepte werden für die Qualifizierung von Mitarbeitern anderer ARGEN im Qualifizierungszentrum in Dortmund-Dorstfeld unter der Regie der Regionaldirektion NRW genutzt.
Der Übergang von Sozialamt/Agentur für Arbeit in die Struktur JobCenterARGE war für die Menschen, die zuvor Sozial- oder Arbeitslosenhilfe bezogen und seit 2005 Empfänger von Arbeitslosengeld II sind, nicht immer einfach. Durch stetige Personalmehrungen, mehr und verbesserte Standorte wurden die Anfangsprobleme überwunden und die ARGE ist fester Bestandteil des Dortmunder Sozialsystems geworden.
Hauptziel aller Bemühungen der JobCenterARGE Dortmund ist und bleibt, Menschen in Arbeit zu vermitteln. Die Jahresbilanz 2009 zeigt, dieses Ziel kann erreicht werden, trotz Krise.
Download des Textes:
Pressemitteilung
