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Verlängerung JobPerspektive aus ARGE-Mitteln
Dortmund - Die JobCenterARGE Dortmund hat nunmehr die Möglichkeit, auslaufende Verträge aus dem Förderprogramm JobPerspektive zu verlängern. Zusätzliche Mittel werden jedoch nicht zur Verfügung gestellt, sodass entsprechende Gelder bei anderen arbeitsmarktlichen Instrumenten entnommen werden müssen.
„Das ist an sich schon ein Erfolg. Jedoch konnten wir unser Ziel, eine Umschichtung der in anderen Regionen nicht benötigten Fördergelder zu ermöglichen, nicht erreichen" so Frank Neukirchen-Füsers, Geschäftsführer
der JobCenterARGE Dortmund, in der heutigen Pressekonferenz
mit Ulla Burchardt, MdB.
Rund 400 Beschäftigungsverhältnisse, die im Rahmen des FörderprogrammsJobPerspektive geschaffen worden sind, laufen in 2010 aus. Sie können jetzt verlängert werden, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen. Neue Beschäftigungsverhältnisse können im Rahmen von JobPerspektive in Dortmund allerdings im Jahr 2010 nicht mehr geschaffen werden. Alle zur Verfügung stehenden Mittel werden für die Finanzierung der laufenden Fälle und die Verlängerung der übrigen Arbeitsverhältnisse benötigt. Zusätzliche Mittel -wie in den Jahren zuvor- stellt der Bund in diesem Jahr nicht bereit.
„Für die Menschen in den auslaufenden Verträgen ist das ein wichtiger Schritt, weil sie bisher befürchten mussten, zum April dieses Jahres wieder ohne Perspektive arbeitslos zu sein" kommentiert Ulla Burchardt die aktuelle Entwicklung. „Nun setzen wir alles daran, die guten
Leistungen in Dortmund auf Dauer zu sichern."
Das in Dortmund erfolgreiche Modell wird damit im „Status Quo" eingefroren. Und das, obwohl dem Team JobPerspektive aktuell rund 100 neu zu besetzende Stellen vorliegen, für die auch geeignete Bewerber vorhanden sind.
Ziel der Initiative der JobCenterARGE Dortmund, war es, nicht benötigte Mittel anderer ARGEN zur Umschichtung in den Haushalt derjenigen Grundsicherungsstellen zu ermöglichen, die bislang das Instrument JobPerspektive mit großem Erfolg angewendet haben. Diese Städte werden durch die aktuelle Mittelverteilung ausgebremst.
Denn durch das jetzt angewendete „Gießkannen-Prinzip" werden regionale Unterschiede und Bedarfe nicht berücksichtigt. Vielmehr landen nun Fördermittel da, wo sie nicht abgerufen werden und nicht dort, wo sie dringend benötigt werden. Und das, obwohl das Ziel, mit
Job-Perspektive 100.000 Menschen in Arbeit zu bringen, noch lange nicht erreicht wurde.
Einwände, eine Dauerförderung würde immense Kosten verursachen, sind nicht angebracht. Denn den vermeintlich hohen Förderkosten stehen entsprechende Einnahmen und Einsparungen gegenüber. Neben der Einstellung der Leistungen für Arbeitslosengeld II und den Kosten der Unterkunft stehen zusätzlich den Sozialversicherungen
durch Kranken-, Pflege- und Rentenkassenbeiträge Einnahmen gegenüber.
Gleichzeitig werden für diese Menschen weitere Maßnahmen
auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr benötigt. Denn grade für die Menschen in der JobPerspektive waren diese Maßnahmen oft nicht zielführend.
Im Ergebnis kann man festhalten, dass durch die Beschäftigungsverhältnisse der JobPerspektive dem Steuerzahler keinerlei zusätzliche Kosten entstehen. Auch darf der stabilisierende Effekt dieser sinnstiftenden
und wertschöpfenden Tätigkeit für die Beschäftigten und die
Allgemeinheit nicht unterschätzt werden. Außerdem werden gerade durch JobPerspektive Schwarzarbeit und 400,00 - Jobs zurückgedrängt. Für viele Arbeitgeber ging die Rechnung, anstelle eines 400-Euro-Jobbers eine Vollzeit-Stelle einzurichten, auf.
Anne Rabenschlag,Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes: „Die JobPerspektive ist praktisch eine Win-Win-Situation, dieses Programm zu schwächen und zu gefährden, ist nicht zu rechtfertigen."
Ein weiteres Argument für die Effizienz des Programms liefert der Arbeitsmarkt selbst: In Dortmund wurden rd. 80%aller Einstellungen durch Unternehmen der freien Wirtschaft vorgenommen.
In Dortmund wurden über 1.300 Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. 55% aller Teilnehmer sind 3 bis 4 Jahre arbeitslos und haben gesundheitliche Einschränkungen, 41,7 % sind über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer in Dortmund liegt bei 46 Jahren. 38,2 % von ihnen haben keinen Schulabschluss.
Gerade für diese Menschen ist es aufgrund der Anforderungen desArbeitsmarktes eine kaum zu lösende Aufgabe, eine ungeförderte Beschäftigung zu finden. Hier war und ist Job-Perspektive das geeignete Förderinstrument, um eine Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
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